Arbeit, Geld und Sinn

6 Seiten | Autor: Udo Tietz

Das, was der Mensch ist, ist er in und durch seine Arbeit – so könnte man in Kürze unser abendländisches Selbstverständnis zusammenfassen. Der Mensch ist das Wesen, welches seinen Stoffwechsel mit der Natur durch Arbeit realisiert. So sah es Hegel und so sah es auch Marx, weshalb beide die Arbeit als Quelle allen Reichtums bezeichneten. Die auf Lohnarbeit beruhende gesellschaftliche Arbeit ist in der modernen bürgerlichen Gesellschaft zum tragenden Fundament der sozialen Reproduktion und die zentrale Dimension des gesellschaftlichen Fortschritts geworden, weshalb auch die moderne Sozialphilosophie meinte, mit der Arbeit an die Grundlagen der emanzipatorischen Chancen dieser Gesellschaft heranzukommen – wobei bereits Hegel und Marx sahen, daß die Anhäufung des Reichtums auf der einen Seite mit einer wachsenden Verarmung auf der anderen verbunden ist.

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Erschienen in
Berliner Debatte 3 | 2003
Indien: Postkoloniale Moderne
127 Seiten

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